Willy Rinnerthaler
Champions-Cup-Rennsieger Snow-Kite

„Positiv.... einfacher Ein und Ausstieg, bequem auch beim Gehen, überträgt den Druck dorthin wo er soll, einfach zu fahren, schluckt Unebenheiten/ Schläge....TOP“



Willy Rinnerthaler
aus Koppl bei Salzburg
Kitet seit 1999 auf Schnee und Wasser

Hobbys nebenbei: Skifahren, Snowboarden, Skateboarden, Windsurfen….und Rennen fahren
Ski und Snowboard immer wieder mal paar Rennen….mehrmaliger Ortsmeister ..diverse Teilnahmen bei Boardercross..usw.
Erfolge im Kiten:

  • 2006 Snowkite Staatsmeister Austria
  • 2006 Snowkite World Championchip Tourstop Austria 4. Platz Ski Race
  • 2006 Championscup Gardasee Downwindrace 1.Platz
  • 2010 Snowkite World Championchip 3.Platz Ski Race, bester Österreicher
  • 2011 Snowkite World Championchip 7.Platz Ski Race, bester Österreicher

Nun zum Test:
Getestet wurde ein Skischuh von FREEMOTION®.

Erster Eindruck:

Der Schuh wirkt komfortabel und leicht. Auf die Waage gestellt ist er es auch. Er wog 1780 g, also um 500 g leichter als mein Freerideschuh und um 820 g leichter als mein Race Schuh.
Die glänzende, glatte Oberfläche der Oberseite des Schuhes ist gewöhnungsbedürftig. Auch das es nur eine Schnalle (zugegeben eine sehr breite) gibt erscheint ungewohnt.

Der Trockentest:

Der Einstieg in den Schuh gestaltet sich als reine Wohltat. Lasche nach Vorne, Schnürsystem spannen, Reißverschluss rauf, Schnalle zu und fertig. Dasselbe gilt übrigens auch für den Ausstieg.
Hier machte es keinen Unterschied ob es bei Zimmertemperatur oder minus 18 Grad erfolgte.
Nach mehreren Malen hin und her drücken, biegen und hüpfen fühlt es sich sehr leicht und komfortabel an. Da der Schuh aber wenn man Ihn nach vorne drückt nicht die gewohnte Steifigkeit aufweist lässt einen aber vermuten das nicht genug Druck auf den Ski aufgebracht werden kann um im gewohnten Renntempo zu racen. Vorab darf ich erwähnen dass sich das im Test auf der Piste nicht bestätigte.

Der Test auf der Piste:

Getestet wurde mit einem Slalomski, Riesentorlaufski, Abfahrtsski, Freestyleski und einer Powderlatte. ( Also alles durch )
Der erste Eindruck mit dem Schuh in den Skiern war etwas ungewohnt lose oder vielleicht besser gesagt ungewohnt frei und uneingeschränkt.
Vorab darf ich jeden sagen der den Schuh testet: Nicht nach 5 Minuten wieder ausziehen.
Der Schuh will eine Zeit lang gefahren werden, da er sich der Gewohnheit von jahrelanger Verschnürtheit und Steifigkeit widersetzen muss.
Ich habe zwischen den Tests der einzelnen Ski jeweils wieder auf meinen gewohnten Skischuh gewechselt damit ich einen direkten Vergleich ziehen konnte.
Es war gar kein Problem  mit dem neuem Schuh die ersten Carvingschwünge zu ziehen. Ich dachte jedoch etwas zu wenig Druck aufbauen zu können.
Nach genauer Betrachtung und Vergleiches mit meinem normalen Schuh stellt sich jedoch heraus das der Druck sehr wohl auf den Ski übertragen wird, es fehlt nur der Druck auf mein Schienbein!
Der Schuh ist sehr feinfühlig über die Bewegung nach vorne und hinten zu fahren und gibt den Druck schön auf den Ski. Man muss sein Schienbein nicht mehr mit voller Kraft gegen den Schaft vorn drücken damit beim Ski der Druck ankommt, sondern es genügt eine feine Dosierung. Die Stahlfeder übernimmt den Rest.
Bis ich hier aber die volle Sicherheit wieder hatte voll in die Schwünge reinzugehen dauerte 1,5 Stunden.
Weiter fiel Positiv auf das der Schuh extreme Schläge von vorn scheinbar schluckt. Ich querte einige sehr harte Rillen wo ich glaubte mit Sicherheit fett zu crashen. NIX, der Schuh schluckte die Rillen wie nix weg und durch den Flex nach vorne übertrug sich nichts auf mein Schienbein.

Mein Fazit daher:

Positiv…. einfacher Ein und Ausstieg, bequem auch beim Gehen, überträgt den Druck dorthin wo er soll, einfach zu fahren, schluckt Unebenheiten/ Schläge….TOP
weniger Positiv/ ungewohnt….. die Lack und Leder Optik gefiel nicht jedem, die fehlenden Schnallen irritieren die raceverseuchte Gemeinde

Der Snowkitetest:

Primär dachte ich ans Snowkiten als ich diesen Schuh sah.

Test 1:

Getestet wurde bei Sahnebedingungen am gefrorenen Mondsee mit einem Elf Racekite und Abfahrtsski 215 cm Länge und 10 cm Schneeauflage.
Bei diesen Bedingungen bin ich die letzten 2 Weltmeisterschaften gefahren und weis daher genau wie mein alter Schuh funktioniert.
Rennlänge waren meist 20 Minuten….und danach waren meine Oberschenkel wie Butter und brannten.
Mit dem FREEMOTION® fuhr ich 45 min und ich spürte keine merkliche Belastung auf meine Oberschenkel. Ich dachte es ist was faul und wechselte daher auf meinen normalen Skischuh.
Siehe da…..weitere 10 min Fahrt und die Schenkel waren tot…brannten. Ok ich dachte das wäre in Summe nun die Überlastung.
Also wechselte ich wieder auf den FREEMOTION® und spürte wieder NIX. Ich konnte weitere 1,5 Stunden Racen und spürte NIX. Sensation…Hier merkt man das der Schuh extrem weniger Kraft benötigt.
An den Fahreigenschaften änderte sich nichts und deshalb….zum Racekiten TOP

Test 2:

Nun mit dem Freerideski auf dem Feld mit mittleren Schneebedingungen.
Wiederum sehr gute Fahreigenschaften und locker leichtes Riden.
Hier zeigt sich nun der Gewichtsvorteil. Bei den Sprüngen mit Rotationen auch Überkopf spürt man den Gewichtsunterschied merklich. Die Rotationen gelingen schneller und leichter.
Bei der Landung tut es gut das der Schuh nach vorne etwas mehr Flex hat und man so bei harten Landungen nun in die Knie gehen kann und nicht mehr die gesamte Kraft über die Oberschenkel aufnehmen muss weil man nach hinten weg sitzt.
Das der Komfort uns faulen Snowkitern gut tut ist eh klar, aber dazu kommt; viele von uns fahren genau wegen den normalerweise steifen unbequemen Skischuhen lieber mit dem Snowboard. Auch für diese Leute ist der Schuh von FREEMOTION® eine echte Alternative.
Ich kann den Schuh definitiv empfehlen und sehe den riesen Vorteil beim Snowkiten in der Kraftersparnis und Freiheit in der Bewegung.
Ich bin überzeugt.“